Glocken für St. Nicolai


„Fest gemauert in der Erden, steht die Form, aus Lehm gebrannt,
Heute muss die Glocke werden, frisch, Gesellen! Seid zur Hand.“


Wer kennt nicht die Anfangszeilen des Gedichtes „Das Lied von der Glocke“, welches Friedrich von Schiller im Jahre 1797 verfasste? Darin beschreibt er in anschaulicher Weise die Kunst der Glockengießer und das wechselvolle Menschenleben. Das Werk soll uns Impulsgeber für eine Geschichte aus dem alten und heutigen Döbeln sein. Wenn am Ende des Jahres zu Weihnachten eine erwartungsfrohe Menschenschar unsere Stadtkirche St. Nicolai füllt, um die Geburt des Christkindes zu feiern, wird der gewohnte Glockenklang vom Turm ausbleiben und auch zur Begrüßung des neuen Jahres 2012 werden nur Böllerschüsse zu hören sein. St. Nicolai bleibt stumm. Zu diesen feierlichen Anlässen können die alten Gussstahlglocken im Turm ihre Funktion nicht mehr ausüben, da sie seit geraumer Zeit ausgebaut sind. Leider können die neuen Glocken sie noch nicht ersetzen. Über die Gründe dafür soll dieser Bericht Auskunft geben, der einen Rückblick über drei Jahrhunderte Glockengeschichte von St. Nicolai gewährt.


Turm von St. Nicolai



Glockenklänge begleiten Menschen christlichen Glaubens auf dem ganzen Lebensweg. Sie begrüßen die neuen Erdenbürger bei der feierlichen Taufe, verkünden den zeitlichen Ablauf der Lebenstage und entbieten einen letzten Gruß beim Abschied von unserer Welt. Glocken sind Rufer zum Gebet und zur Andacht, sind Vermittler bei festlichen Hochzeiten und dienten als Mahner und Warner bei Gefahren jeglicher Art. Alles dafür, dass wir immer wissen, „was die Glocke geschlagen hat. “

Glocken kennen wir in vielen Größen und für zahlreiche Anwendungsgebiete. Die Glockenskala reicht von zierlichen Glöckchen, mit denen wir die häuslichen Weihnachtsbäume schmücken bis hin zur bislang größten gegossenen Glocke „Zar Kolokol“. Sie steht auf dem Gelände des Moskauer Kremls, wurde 1734 gegossen, wog 240 Tonnen, stürzte 1737 vom Turm und zerbrach!

Von solchem Größenwahn unbelastet, richten wir unser Augenmerk auf die „normalen“ Kirchenglocken. In unseren geografischen Breiten beherrschten schon im 8. Jahrhundert Mönche die Glockengießerkunst. Später wurde das Verfahren der Bronzemetallurgie auch von städtischen Handwerksmeistern ausgeübt. Als sich im 15. Jahrhundert die Feuerwaffen entwickelten, waren es die Glockengießer, die als erste Kanonenrohre (Stückegießer) gossen. Eine Zweckentfremdung der Handwerkskunst und ein Missbrauch zugleich. Es sollte in der Menschheitsgeschichte nicht der Letzte bleiben. Geschah doch beiderlei Fertigung nach gleicher Materialrezeptur für Bronze: 20 – 25 % Zinn, 75 – 80 % Kupfer und geheime Zusätze, „gekocht“ bei 1100 – 1200 Grad Celsius. So, wie es Schiller formulierte: „Kocht des Kupfers Brei, schnell das Zinn herbei - das die zähe Glockenspeise Fließe nach der rechten Weise“.


Die Stifter von 1921 (verewigt) Robert und Auguste Tümmler (Urenkel Andreas Tümmler war am 18.10.2011 anwesend)



Bis in das 17. Jahrhundert wurden Glocken ausschließlich aus Bronze gegossen, später aus Eisen und ab 1852 aus Gussstahl. Letztere sind gegenüber Bronzeglocken fast doppelt so schwer und haben einen härteren Klang.

Da Kupfer und Zinn zu allen Zeiten teure Metalle waren, verwundert es nicht, dass in Kriegsjahren des Mittelalters Kirchenglocken, Bronzetüren und andere sakrale Gegenstände zu Kanonenrohren sowie Orgelpfeifen zu Flintenkugeln „umgewandelt“ wurden. Wie sich der alte Nutzungswandel bis in unsere Zeiten erhalten hat, darüber wird später berichtet. Deshalb möge unser „Ausflug“ ins Mittelalter genügen. Zurück zu den Glocken von St. Nicolai, in deren Tagebuch dreihundert Jahre zurückblätterbar sind. So gesehen landet man im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts, wo unsere Glockenreise ihren Anfang nimmt.

Die Vorgängerbauwerke unserer Stadtkirche St. Nicolai behaupteten seit dem 13. Jh. ihren Platz unterhalb des Döbelner Schlossberges. Sie teilten mit unseren Vorfahren Freud und Leid und wurden wie diese Opfer von verheerenden Stadtbränden, Kriegen und Unwettern. So kam es am 5. Januar 1629 zu einem Blitzeinschlag in den Kirchturm. Es gelang, das ausbrechende Feuer zu löschen, aber die Glocken, gegossen von der Gießerei Hillinger, Freiberg, stürzten herab und zersprangen.

Fast einhundert Jahre später erlebten die Döbelner den heißen Juni 1730. Zur gleichen Zeit veranstaltete Friedrich August I., genannt August der Starke, in Zeithain nahe der Elbe ein großes Lustlager – heute würde man dazu Mega-Event sagen. Getreu dem Leitsatz römischer Imperatoren „panem et circenses“ (Brot und Spiele) fanden große militärische Vorführungen statt und über 30.000 Besucher labten sich an reichlich Speise und Trank. Das Lustlager dauerte ein paar Wochen. Am 20. Juni 1730 waren unter den Besuchern der „Fete“ auch viele Döbelner, die am späten Abend nach Döbeln heimkehrten und „geschafft“ in ihre Betten fielen. Und schon Schiller schrieb:

„Doch mit des Geschicken Mächten ist kein ew’ger Bund zu flechten,
und das Unglück schreitet schnell“ … und später im Gedicht „Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht“.


Letzteres war in der Nacht zum 21. Juni 1730 in Döbeln wohl nicht der Fall, denn wir lesen in der Chronik Döbelns, geschrieben von Hingst:

„Am 21. Juni 1730, früh 1 Uhr, kam in Döbeln bei dem Tuchscherer Johann Daniel Melzer in der Kirchgasse Feuer aus, welches innerhalb 5 Stunden die ganze Stadt, nebst den meisten öffentlichen Gebäuden, das Rathaus, Kirchturm, Staupitz-Ober- und Walkmühle, Kuttelhof (Schlachthof) und die Gebäude der Geistlichkeit verzehrte…“.


Abendmahlglocke (24.10.2011)



St. Nicolai büßte sein oberes filigranes, im gotischen Stil gebautes Spitztürmchen sowie den Glockenstuhl samt der vier Glocken, die in der Glut zerflossen, ein. Gleiches geschah mit dem Glockenbau im Rathaus. Dank der Unverzagtheit der Döbelner und auch durch die Unterstützung, gegeben vom „Landesvater“ in Form von Baumaterialien, entstanden neue Häuser, nun aber nach besseren Brandschutzkenntnissen. Auch der erhalten gebliebene viereckige Unterturm von St. Nicolai erhielt ab dem Turmgang in 30 Meter Höhe einen neuen Oberturm mit oktogonem Grundriss. Nur kurze Zeit nach dem Unglück kamen neue Glocken von der Gießerei Michael Weinhold aus Dresden. Am 11. Februar 1731 trafen die Glocken 2 und 4 in Döbeln ein. Am 27. Mai folgten 1 und 3. An den Glockenmänteln waren Inschriften zu lesen, die Bezug auf das Brandunglück nahmen. So hatte die Betstundenglocke den Text: „Gleich meiner Schwester ich im Feuer zwar zerfloss, doch mich neu Weinholds Hand in Dresden wieder goß; der Ton dringt in das Ohr, das Wort ins Herze fallet, an dem halt fest, auf Gott nur eure Hoffnung stellet“.

Und die Abendglocke (Nr. 3) trug die Inschrift: „Der Turm geriet in Brand, verlor die schöne Spitze, hierauf zerschmolzen bald 4 Glocken in der Hitze - den 21. Juni 1730“. Die Glocken erklangen in den Tönen C, Es und F. So war nicht einmal ein Jahr nach dem Brand vergangen, als am 9. Juni 1731, am Sonnabend vor dem 3. Sonntag nach Trinitatis, zur Vesper das volle Geläut über Döbeln erschallte.

Nun ein Zeitsprung in das 20. Jahrhundert. Fast zweihundert Jahre mit guten und schlechten Zeiten waren zerronnen und in Döbeln zuckelte noch die Originalpferdebahn durch die Straßen der Stadt. Da führten Macht- und Besitzstreben am 1. August 1914 zum Ausbruch des 1. Weltkrieges. Wie seit Menschengedenken verschlang der Moloch Krieg in seiner Unersättlichkeit Menschen und Material. Wieder sind Kupfer und Zinn, jene Bestandteile der Glockenbronze, ein begehrtes „Kanonenfutter“. Im Juni 1917 wandern die Glocken des alten Rathauses, die seit 1915 im Uhrenturm des Bürgerheimes auf dem Leipziger Berg läuteten, in die Schmelztiegel der Rüstungsindustrie. Das gleiche Schicksal fanden die Glocken des St. Nicolai –Turmes aus dem Jahre 1730/31. Jede Döbelner Kirche durfte nur eine Glocke behalten.

Unter dem Datum 06.11.1921 lesen wir in der Döbelner Chronik: „Tausende erlebten die Weihe der 4 neuen Glocken der Nikolaikirche. Das Material der Glocken war Gussstahl. Gefertigt wurden sie von der Hofglockengießerei Franz Schilling und Lattermann in Apolda. Sie waren bereits am 02.11. eingetroffen. Ein Festumzug vom Greinerschen Fabrikhof (hatte früher Bahngleisanschluss) an der Chemnitzer Straße begleitete sie bis zum Lutherplatz. Drei der Glocken tragen die Namen ihrer Spender, die große Glocke, die Abendmahlsglocke, 75 Zentner, „Robert und Auguste Tümmler“, die zweitgrößte, die Predigtglocke, 45 Zentner „Oswald Greiner sen. und Emil Stockmann“, die dritte, die Gebetsglocke, 23 Zentner, „Georg und Alfred Richter“. Der Spruch der kleinen Taufglocke, der vierten Glocke, 13 Zentner, lautet: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden“ – Markus 16.16.


Taufglocke im August 2011 im Turm



Auch die drei anderen Glocken sind mit Bibelsprüchen ausgestaltet. Große Glocke:“Selig sind die zum Abendmahl des Lammes berufen sind (Offenb. 19.9), die mittlere Glocke: „O Land, Land, Land höre des Herren Wort“ (Jer. 22.29) und die kleinere Glocke: „Betet ohne Unterlass“ (1. Thess. 5. 17.). Am 7. November 1921 werden bei Sturm und Regen die Glocken auf den Kirchturm gezogen und in den alten umgebauten Glockenstühlen aufgehangen, welche vorher statisch wegen der größeren Belastung überprüft worden waren. Einen Tag später, am 8. November erfolgte das Probeläuten. Die Betätigung der Glocken erfolgte wie bisher per Seilzug und man hatte Hoffnung, künftig auf einen elektromechanischen Betrieb, umstellen zu können. Wir wissen aber aus der Historie, dass der Schuhmachermeister Bruno Große, ab 1926 letzter Türmer auf St. Nicolai, noch lange Zeit mit seiner Frau Lina und den Kindern an den Seilen zog, um das ganze Geläut ertönen zu lassen.

Seitdem ist wieder viel Wasser die Freiberger Mulde hinuntergeflossen und wir leben im beginnenden 3. Jahrtausend nach Christi Geburt. Im Jahre 2004 erhielt St. Nicolai eine Auffrischung. Ein neuer Anstrich bis hin zum oberen Turmabschnitt ließ die unfreiwilligen „Pegelstände“, die das Jahrhunderthochwasser von 2002 am unteren Mauersockel der Kirche hinterlassen hatte, verschwinden. Da der Turm deshalb eingerüstet war, konnte der bröcklig gewordene Turmumgang gleich mit saniert werden.
In der Glockenstuhl-Etage sind zwei 9 Meter lange und 1,5 bzw. 2,0 Tonnen wiegende Doppel-T-Träger in einem komplizierten Hebe- und Kraftakt „eingefädelt“, worden, um dann in der Wandung Lagerung zu finden. Damit konnten Glockenstuhl und die sich darüber befindliche Türmerwohnung statisch getrennt werden, was zur Folge hatte, dass durch das Glockenläuten beim Kaffeetrinken keine Wellen mehr in den Tassen des Türmers entstanden. Insgesamt wurde auch der Turmaufstieg für Besucher angenehmer und schöner gestaltet.

Im Jahre 2011 haben die Gussstahlglocken des Jahres 1921 ihre technische Nutzungsfrist erreicht. Diese liegt bei 90 bis 100 Jahren. Außerdem hat das hohe Glockengewicht dem Materialgefüge des alten Glockenstuhles erheblich zugesetzt. Das gekröpfte Joch der größten Glocke; also die Glockenaufhängung im Stuhl zeigte einen Riss, deshalb musste die Abendmahlsglocke seit fast zehn Jahren stumm bleiben. St. Nicolai braucht dringend ein neues Geläut, welches, dank der Möglichkeiten der Gegenwart, wie in alten Zeiten aus guter Bronze sein sollte.

Eine Ausschreibung an vier Glockengießerfirmen in Deutschland und Österreich bat um Angebote für vier Bronzeglocken. Den Zuschlag erhielt die Firma Perner in Passau am Inn. Die ständigen Preisschwankungen auf dem Kupfer- und Zinnmarkt verlangten ein Abwarten. Als ein günstiger Preisstand gekommen war, wurde zugeschlagen. Im Ergebnis müssen 32.000 € bezahlt werden. Damit ist der Auftrag in Gang gekommen und seitdem läuft der „Countdown“ für die neuen Glocken. Das Ziel aller Aktivitäten liegt schon fest. Vom Pfarrer unserer Stadtkirche, Herrn Stephan Siegmund, konnte der Termin für die feierliche Glockenweihe bekannt gegeben werden. Es ist der 18. März 2012, jener 3. Sonntag vor Ostern in der Passionszeit, der Lätare genannt wird. Damit soll das Auferstehungsläuten zum höchsten kirchlichen Fest, zu Ostern, über Döbeln aus neuen Glocken ertönen.


Der neue Ruheplatz auf dem Lutherplatz



Bis dahin gibt es noch reichlich zu tun für viele Gewerke. Zeitfenster für einzelne Schritte gestatten ein variables Arbeiten bei eventuellen Schwierigkeiten. August - September 2011: Aufstellen einer Rüstung bis zum Turmumgang an der Turmwestseite, die zur Kleinen Kirchgasse zeigt. Um die Glocken aus dem Turm heraushiefen zu können, muss das nach genannter Seite weisende steinerne Vorhangfenster samt seines Porphyrgewändes demontiert werden. Per großen Schwerlastkran erfolgt das Herausheben der Glocken aus dem Glockenstuhlraum und das Herablassen auf den Platz vor dem Kirchenportal. Als geweihte Klangkörper bleiben die Glocken erhalten. Sie werden als stumme erzerne Denkmäler im Umfeld der Kirche aufgestellt. Die große Abendmahlsglocke wird auf einem Steinsockel am Lutherplatz stehen. Die drei kleineren haben ihren Ruheplatz an der Kirchennordseite, wo ein Rest der alten Stadtmauer und Grabplatten früherer Pastorengräber zum beschaulichen Verweilen einlädt. September bis November 2011: Demontage des alten Glockenstuhles und Fertigung eines neuen. Dabei sollen erhaltbares Eichengebälk und Zurüstteile wieder verwendet werden. Der neue Glockenstuhl hat nun keine Verbindung zu den Turminnenwandungen, wodurch ein Mitschwingen der Turmwände vermieden wird. Die Aufhängung der Glocken gewährleisten nun gerade Joche, die weniger rissgefährdet als gekröpfte sind. Die Platzierung der Glocken in Reihe entspricht jener aus dem Jahre 1730.

Für den Glockenguss ist die Zeitspanne November 2011 bis Januar 2012 geplant. Ein spezieller Künstler hatte den Auftrag für die Gestaltung der Inschriften und Bildnisse auf den Glockenwandungen erhalten. Textlich sind Bibelsprüche sowie die Ortsnamen Döbeln und St. Nicolai neben dem Gussjahr vorgesehen.

Für die bildliche Symbolik wurden das Christusmonogramm, der heilige Nikolaus als Namensgeber der Kirche, der Renaissance-Taufstein und das Lamm Gottes mit der Fahne, ausgewählt. Wie ihre bronzenen Vorgänger sollen die neuen Glocken in den Tönen es'-f'-a' und c'' erklingen. Die Ankunft der Glocken in Döbeln erwarten wir für Anfang März 2012. Wenn sie dann ihren vorgesehenen Platz im Turm eingenommen haben, gilt wieder die reguläre Läuteordnung von St. Nicolai. Jeweils um 7, 12 und 18 Uhr ruft die Gebetsglocke zur Andacht. Sonnabendabend erklingt das gesamte Geläut. Sonntags läuten 30 Minuten vor dem Gottesdienst Gebets- und Taufglocke, wie es auch bei Trauungen vollzogen wird. In der Zeit, als die Abendmahls- und Totenglocke stillgelegt war, sind gemäß der Liturgie andere Glockenvarianten erklungen. Aber bis die neuen Glocken ihren Klang über den Dächern von Döbeln verbreiten, müssen viele, viele Euromünzen in der Kassette der Kirchgemeinde klingeln. Summiert man für alle Aktivitäten und Materialien die Kosten, also Glocken, Glockenstuhl, Montagen und Demontagen, so kommen 178.000 Euro zusammen. Allein für die Glocken stehen folgende Zahlen zu Buche: Glocke 1 - Abendmahls- und Ewigkeitsglocke - ca. 30.000 €, Glocke 2 - Predigtglocke - ca. 18.500 €, Glocke 3 - Gebetsglocke - ca. 15.000 € und Glocke 4 - Taufglocke - ca. 14.000 €. Nun ist zwar die Kirchengemeinde nicht so arm wie die sprichwörtliche Kirchenmaus, aber solch ein Geldbetrag kann nur durch viele Spenden von außen aufgebracht werden. Jedes kleine Geldopfer wird dankend angenommen. Ein besonderer Dank gilt einer anonymen Stifterin, die den Betrag für die Taufglocke dem Gedenken an eine Döbelner Familie widmete. Im Pfarramt Döbeln ist man guter Hoffnung, dass die erforderlichen Anteilbeträge zusammenkommen und alle Menschen der Stadt Döbeln so empfinden, wie es Friedrich von Schiller ausdrückte:

„Jetzo mit der Kraft des Stranges wiegt die Glock mir aus der Gruft,
Dass sie in das Reich des Klanges steige in die Himmelsluft.
Ziehet, ziehet hebt! Sie bewegt sich, schwebt,
Freude dieser Stadt bedeute, Friede sei ihr erst Geläute.“


Gerhard Heruth


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