Kirchen |
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Detail an der Jacobi-Kirche |
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Bei Ortsgründungen in früherer Zeit entstanden zumeist erst die Bauten der weltlichen und der geistlichen Macht. Die geschriebene Geschichte Döbelns beginnt im Jahre 981 mit einer Schenkungsurkunde Kaisers Otto II, wonach er Ländereien der Burgwarde Dobelin dem Thüringischen Kloster Memlingen als Dankesgabe schenkte. |
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St. Nicolai
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Erstmals findet St. Nicolai eine urkundliche Erwähnung im Jahre 1293. Im Jahr 1333 war die Kirche dem großen Stadtbrand zum Opfer gefallen und wurde erst nach vielen Jahren wiederaufgebaut. Schwere Schäden richteten 1430 die Raubzüge der Hussitten an. 1479 erfolgte eine Errichtung zu einer Hallenkirche mit 4 Jochen. Erst 1485 waren die Bauarbeiten beendet. Weitere 19 Jahre später wurde ein 30 Meter hoher Turm vorgebaut, der jedoch 1629 durch Blitzschlag sein Ende fand. Der im gleichen Jahr wiedererrichtete neue Turm überstand den Stadtbrand 1730 nicht, konnte aber in den folgenden Jahren in heutiger Form erneuert werden. |
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Blick vom Obermarkt zu St. Nicolai |
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1885 unternahm man eine neugotische Restaurierung der Kirche. Der elf Meter hohe ehemalige Hochaltar gehört zu den größten erhaltenen Schnitzaltären in Sachsen. Datiert wird er in die Zeit um 1515. Die Figuren im Gesprenge sind in zwei Reihen angeordnet und zeigen Merkmale der Freiberger Plastik. Die Kanzel ist reich mit Malerei und Plastik ausgestaltet, 1509 geschaffen von einem Colditzer Meister. Der Taufstein geht auf das Jahr 1886 zurück. Die Orgel, ein Werk der Firma Eule aus Bautzen, stammt aus dem Jahre 1929. Sie verfügt über drei Manuale und 59 Register. Derzeit ist eine Instandsetzung geplant. Die erforderlichen Geldmittel sollen vor allem durch Spenden aufgebracht werden. Auch einige Vereinsfreunde haben dankenswerterweise beachtliche Beträge überwiesen. |
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Johanniskirche
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Nach der Reformation durch Luther und seine Anhänger gab es keine katholische Gemeinde in Döbeln. Gottesdienste fanden nur im kleinen Kreise statt, so lebten 1852 nur 23 Katholiken in der Stadt. Durch Zuzüge von Bürgern Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde. Nach langjährigen Vorbereitungen war am 31. August 1913 die Grundsteinlegung für die Johanniskirche oberhalb des heutigen Stadtbades. Die Kirche wurde im Oktober 1916 geweiht. Nach der Wende 1989 konnten endlich viele der anstehenden Baumaßnahmen zum Erhalt der Kirche vorgenommen werden. Teilarbeiten dauern heute noch an. |
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Jacobikirche
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Für den Westteil Döbeln bestand bis 1523 eine besondere Kirche. Über drei Jahrhunderte befand sie sich auf dem Niedermarkt und trug den Namen Jacobikirche. Sie fiel bei dem großen Stadtbrand in jenem Jahre in Asche. Da kein Wiederaufbau unternommen wurde, gab es 380 Jahre lang nur eine einzige Pfarrkirche in Döbeln: St. Nicolai. |
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Im Jahr 1990 beschloß der Kirchenvorstand eine Erneuerung, die sich über sieben Jahre verteilte. Es erfolgte im Inneren der Kirche eine andere Raumaufteilung als bisher, wodurch eine Mehrfachnutzung nun möglich wurde. So kann die Kirche auch für Ausstellungen und Konzerte genutzt werden. |
Eingangsportal der Jacobikirche |
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So laden die drei Kirchen in Döbeln auch den zeitweiligen Gast der Stadt Döbeln zu einem Besuch ein, sei es zu einer kurzen Zeit der Ruhe und Andacht oder zum Betrachten überlieferter Bau- und Handwerkerkunst vergangener Zeiten. |
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