Die städtische Brauerei, die Mitte dieses Jahrhunderts noch Döbelner Bier braute, hatte hinter den Kasernen Wasserflächen zur Eisgewinnung. Aus diesen Brauereiteichen wurden in strengen Wintern Eisblöcke gewonnen, die in Eisschuppen unter Sägespänen gestapelt als Kühlmittel für den Sommer bevorratet wurden.
In dieser Teichlandschaft gestaltete im Jahre 1904 der Steinmetzmeister Kneiss einen Rosengarten. Eine Reklame der damaligen Zeit wirbt für 8 000 Rosen, für Wasser- und Bergpartien, Gondelfahrten sowie geschützte Lauben und Veranden.
In späteren Jahren wurden die Anlagen von der Stadt übernommen und als Bürgergarten mit einem Musikpavillon und einer Sommergaststätte im Fachwerkstil ergänzt.
Im Jahre 1983 kam an die Stelle dieser Gaststätte ein modernes Parkrestaurant für 250 Gäste, welches noch durch eine Freisitzfläche mit Selbstbedienung erweitert wurde. Hier fanden bis zur Wende Veranstaltungen für die Öffentlichkeit und für Betriebsbelegschaften statt. Im südlichen, erhöhten Bereich oberhalb des erwähnten Pavillon errichtete man eine Freilichtbühne für Film- und Schauvorführungen im Sommer.
Nach der Vereinigung wurde der gesamte Komplex nicht mehr bewirtschaftet und verfiel immer mehr. Da sich kein Investor fand, wurde die Bausubstanz im Jahre 1995 total entfernt.
Hier haben wir für Sie 4 historische Ansichten des Bürgergartens zusammengestellt:
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