Von Döbeln bis nach Hamburg: Die Parkettfabrik Julius Größlers
Der Tischlermeister Julius Größler aus Rüsseina eröffnete 1898 in der ehemaligen Ziegelei Nolte, später Bahnhofstraße 38, die „Döbelner Parkettfabrik Julius Größler“. Das Absatzgebiet für die hergestellten Parkettböden beschränkte sich zunächst auf die nähere Umgebung, konnte jedoch im Laufe der Jahre auf ganz Sachsen und sogar bis nach Berlin, Kiel und Hamburg ausgeweitet werden.
Für die Parkettherstellung wurden hochwertige Hölzer wie Eiche, Buche oder Ahorn verwendet. Nach dem Sägen und sorgfältigen Trocknen des Holzes wurden die einzelnen Elemente zugeschnitten, gehobelt und profiliert. Anschließend erfolgte die Weiterverarbeitung zu Parkettstäben oder mehrschichtigen Parkettelementen. Zum Schutz und zur Veredelung der Oberfläche wurde das fertige Parkett geschliffen sowie geölt, gewachst oder lackiert. Nach einer abschließenden Qualitätskontrolle konnte es verpackt und an Kunden in ganz Deutschland ausgeliefert werden.
© Michael Höhme, "Traditions- und Förderverein Lessing-Gymnasium Döbeln" e.V.
Quellen:
Pressausschuss für das Heimatfest (Hg.): Aus der Heimat. Festschrift zum Heimatfest. Döbeln 20.-22. Juni 1914, S. 91
Stockmann, Gottfried: Die Stadt Döbeln als Standort der Industrie. Borna Leipzig 1928, S. 87f.
Bildnachweis:
* Foto KI-gestützt restauriert
** Darstellung KI-generiert
Alle Abbildungen/Fotos ohne Vermerk stammen aus der „Sammlung Döbeln“ von Michael Höhme.
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